Mach sichtbar, was vielleicht ohne dich nie wahrgenommen worden wäre..

Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut.
– Henri Cartier-Bresson –

Mach sichtbar, was vielleicht ohne dich nie wahrgenommen worden wäre.
– Robert Bresson –
Mein Name ist Reimund Müller, ich bin Ingenieur der Feinwerktechnik und habe mich von Kindesbeinen an mit der Fotografie beschäftigt. Meinen ersten Fotoapparat habe ich, damals noch analog und mit Film, im Alter von 10 Jahren bekommen.
Damit begann, zum Leidwesen meiner Eltern, das „Knipsen“. Ständig fragte ich nach neuem Film und ob sie die Kosten für des Entwickelns sowie die Prints bezahlen. Ich habe so ziemlich alles, was mir vor die Linse kam, festhalten wollen auch wenn es mit der Belichtung nicht immer klappte, nicht alle Bilder scharf waren und damals die Bildkomposition noch grottenschlecht war.
Da diese Versuche doch ziemlich ins Geld meiner Eltern gingen, stieg ich bald auf Dia-Film um. Hier waren die Kosten überschaubar und es war doch recht unterhaltsam, bei schlechtem Wetter einen „Dianachmittag“ im Kreis der Familie zu machen.
Mit der Übung und dem Beschäftigen mit der Materie, wurden auch die Bilder immer besser. In einem Fotokurs an der Volkshochschule in Großen Linden, durfte ich dann, das Entwickeln von Schwarz-Weiß-Film und das Ausbelichten in der Dunkelkammer lernen. Somit wurde auch das letzte Rätsel – wie kommt das Bild aufs Papier – gelöst.
In der Zwischenzeit hatte ich doch den ein oder anderen Fotoapparat verschlissen. Mein Onkel schenkte mir dann eine gebrauchte Spiegelreflexkamera mit zwei Objektiven, eine REVUE-flex. Diese war geraume Zeit meine treue Begleiterin, bis ich dann auf eine PENTAX ME umgestiegen bin. Das war für mich ein Quantensprung.
Fleißig begann ich dann Fotomagazine zu lesen und habe mich so über Zubehör, Technik und das weite Feld der Fotografie, weiterbilden können. Es dauerte nicht lange und es gesellte sich dann eine PENTAX MX hinzu. Hier konnte ich dann alles manuell einstellen und der „Ausschuss“ aber auch die Lernkurve stiegen weiter an. Es ist eben doch etwas anderes, wenn man selbst alles einstellt und nicht alles der Automatik der Kamera überlässt.
Nach ein paar Jahren habe ich diese beiden Kameras in Zahlung geben können und mir meine erste NIKON gekauft. Dann begann das Studium und ich beschloss, mich auf die Feinwerktechnik zu fokussieren, da im Kreis Gießen – Wetzlar, viele optische Betriebe ansässig waren und noch immer sind wenngleich doch einige leider nicht mehr existieren.
Meine Diplomarbeit habe ich bei der Firma MINOX gemacht und konnte so direkt miterleben, wie Kameras entwickelt, konstruiert und gefertigt wurden. Das war Feinwerktechnik in höchster Vollendung, da einige Teile so klein waren, dass davon locker dutzende in einen langen Fingernagel einer Frau Platz hatten.
Nach dem Konkurs von MINOX wechselte ich zu DOCTOR-OPTIC nach Wetzlar und konstruierte, unter anderem, Hochleistungsobjektive für Fotoprinter. Dann hatte AGFA in München eine interessante Stelle als Leiter optische Messtechnik ausgeschrieben, die ich auch bekam. Hier war ich verantwortlich für die ganze optische Messtechnik in der Produktion von Hochleistungs-Printern, Mikrofilmlesegeräten sowie Belichter für Röntgenfilme. Ich habe der „Optik“ und meiner analogen NIKON über Jahre die Treue gehalten, bevor ich dann in den produktbezognenen Umweltschutz und in die Welt der digitalen Fotografie wechselte.
Ab diesem Zeitpunkt begann dann auch der Einstieg in digitale Bildbearbeitung mit Lightroom und Photoshop. Berufsbedingt konnte ich mich dann aber nicht mehr so intensiv diesem Hobby widmen.
Zum sechzigsten Geburtstag bekam ich dann von meiner Familie eine GoPro HERO 11 und der Einstieg in die Videographie begann. Die kleine Kamera ist klasse und mein ständiger Begleiter auf unseren Fahrradtouren. Schnell musste ich feststellen, dass die Videobearbeitung noch zeitintensiver ist als die digitale Bildbearbeitung aber es ist schon spannend, seine Touren zusammenzufassen und auf YouTube zu teilen.
Zu Beginn des Jahres 2024 habe ich dann die NIKON-Systemwelt verlassen und mir eine SONY-Alpha 6700 mit einigen Objektiven zugelegt. Hier konnte ich feststellen, dass die Möglichkeiten einer digitalen Systemkamera und den damit verbundenen Möglichkeiten, eine neue Herausforderung ist und ich von den neuen Möglichkeiten überwältigt bin. Dadurch hat mein Hobby neuen Aufwind bekommen. Ich habe mit dieser Kamera eine hybride Systemkamera erstanden, die mir sowohl die digitale Fotografie als auch Videografie ermöglicht.
Meinem Motto bin ich über all die Jahre treu geblieben:
Jeder Moment, jeder Augenblick, ist eine Gelegenheit etwas Besonderes zu schaffen, denn jeder Augenblick ist ewig!
Wenn man etwas sieht, das einen bewegt, und es dann ablichtet, hält man diesen Moment für die Ewigkeit fest.
